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Grundlegend neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Immunsystems und ein neuer Therapieansatz zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten: Diese Erfolge kann der Forscherverbund Transregio-SFB TRR130 „B-Zellen: Immunität und Autoimmunität“ vorweisen, dessen Sprecher Prof. Lars Nitschke vom Lehrstuhl Genetik am Department Biologie der FAU ist. Um die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Transregio nun für weitere 4 Jahre mit insgesamt 13 Millionen Euro, von denen etwa ein Drittel an die FAU fließt.

Das Department Biologie fördert auch dieses Jahr wieder eine/n Nachwuchswissenschaftler/in. Ziel ist es, herausragende junge Wissenschaftler/innen durch eine Anschubfinanzierung bei der Einwerbung eines eigenen Drittmittelprojekts zu unterstützen. Voraussetzungen für die Bewerbung sind eine abgeschlossene Promotion, Alter bis 35 Jahre (plus Erziehungszeiten), projektspezifische Vorarbeiten und mindestens eine Erstautorpublikation.

Einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Falk Nimmerjahn vom Lehrstuhl für Genetik ist es erstmalig gelungen, die Zelltypen zu identifizieren, über die tumorspezifische Antikörper in der Lage sind, Haut- und Lungenmetastasen des malignen Melanoms zu zerstören. In Zusammenarbeit mit der Hautklinik, der Mikrobiologie und der Chirurgie des Universitätsklinikums Erlangen konnte das Forscherteam zeigen, dass unterschiedliche Arten von im Tumor vorkommenden Fresszellen für die therapeutische Aktivität von Antikörpern essentiell sind. Diese Studie zeigt Möglichkeiten auf, ausgewählt die tumorfördernden, nicht aber die tumorzerstörenden Immunzellen zu entfernen. Aufgrund der Forschungsergebnisse ließen sich zukünftig auch therapeutische Ansätze entwickeln, welche die tumorzerstörenden Fresszellen in den Tumor locken.