Einen bedeutenden Durchbruch beim Kampf gegen den Hunger in der Welt hat ein internationales Team unter Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemacht. Den Forschenden ist es gelungen, die tropische Maniokpflanze (Manihot esculenta) genetisch so zu verändern, dass sie deutlich mehr Ernteertrag bringt und außerdem widerstandsfähiger gegen Trockenheit ist. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt in der Zeitschrift Nature Plants veröffentlicht.
In fast allen eukaryontischen Organismen spielen Enzyme aus der Klasse der RHO GTPasen (Ras Homolog Guanosintriphosphat-Hydrolasen) eine wichtige Rolle in der Steuerung zentraler zellulärer Prozesse, von denen die Entwicklung multizellulärer Gewebe und Organe abhängt. Das Moos Physcomitrella patens ist einer der ganz wenigen multizellulären Organismen, für die direkt gezeigt werden konnte, dass das Fehlen jeglicher RHO Aktivität zu schwerwiegenden Entwicklungsdefekten führt (siehe Abbildung). Ein Team von FAU Zellbiologinnen/-en um Frau PD Dr. Maria Ntefidou hat in Zusammenarbeit mit externen Kolleginnen/-en diese Entwicklungsdefekte systematisch untersucht.
Der Balanceakt des Gehirns: Während die Speicherung von Langzeitinformationen ein stabiles, unveränderliches neuronales Netzwerk erfordert, benötigt die Bildung neuer Erinnerungen ein hohes Maß an Flexibilität. Ein zentrales Element in diesem Balanceakt ist die extrazelluläre Matrix (EZM). Als ein komplexes molekulares Netz umgibt die EZM Nervenzellen und ihre Kontaktstellen, die Synapsen, und trägt zur Stabilität neuronaler Netzwerke bei.
In einer ARTE-Dokumentation aus der Reihe "Die Antwort auf fast alles" beleuchtet Prof. Dr. Gregor Fuhrmann, Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie, die komplexe Beziehung zwischen Menschen und Alkohol. Trotz der bekannten gesundheitlichen Risiken, die mit dem regelmäßigen Konsum von Alkohol verbunden sind – wie Alzheimer und verschiedene Krebsarten – bleibt der Genuss von Wein oder Bier für viele ein selbstverständlicher Teil des Alltags.
Bakterien nutzen Oberflächen, um sich zu komplexen heterogenen Gemeinschaften zusammenzuschließen, die sogenannten Biofilme. Innerhalb einer Gruppe sind Bakterien eines Biofilms extrem widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen Umwelteinflüssen. Wie diese Biofilme entstehen, ist Gegenstand eines neuen internationalen Forschungsprojektes am Department Biologie der FAU Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit Partnern an der Hebräischen Universität Jerusalem und an der Universität Freiburg.
Mitotische Zellteilung ist ein essentieller zellulärer Prozess, der die gleichmäßige Verteilung des Zellinhalts einer Elternzelle auf zwei Tochterzellen sichert. In pflanzlichen Zellen, die von einer starren Zellwand umgeben sind und deren Positionen dadurch im Gewebe fixiert sind, beginnt die Bildung der Teilungswand im Zentrum der Zelle und setzt sich seitlich fort.
Symmetrie ist ein Grundmerkmal der meisten mehrzelligen Tiere. Doch bei der Zellteilung von embryonischen Zellen herrscht Asymmetrie. Ein FAU-Team der FAU hat ein Arbeitsmodell entwickelt, das den molekularen Mechanismus erklärt, mit dem das Protein Anillin die Asymmetrie bei der Einschnürung der Mutterzelle steuert.
Die neu gegründete Nachwuchsforschungsgruppe „Bacterial Interface Dynamics“ unter der Leitung von Dr. Cláudia Vilhena wird gleich von zwei Stiftungen unterstützt, um ihre Forschung zu bakteriellen extrazellulären Vesikeln (EVs) voranzutreiben.
Prof. Esther Zanin erforscht die Mechanismen der Zellteilung, also den Vorgang, bei dem aus einer Mutterzelle zwei gleiche Tochterzellen entstehen. Ihr Fokus liegt darauf zu entschlüsseln, wie das Abschnüren der Mutterzelle zeitlich und räumlich gesteuert wird. Fehlfunktionen in diesem Ablauf können genetische Instabilitäten und Krebs verursachen.
Wenn wir an Bakterien denken, dann stellen wir uns vielleicht einzelne Zellen vor, die in einer Flüssigkeit schwimmen. Tatsächlich sozialisieren sich bakterielle Zellen jedoch häufig, ähnlich wie Menschen. Sie nutzen Oberflächen, um sich zu komplexen heterogenen Gemeinschaften zusammenzuschließen, die sogenannten Biofilme. Innerhalb einer Gruppe sind Bakterien eines Biofilms extrem widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen Umwelteinflüssen – eine entscheidende Eigenschaft, die es extrem schwierig macht, biofilmassoziierte Infektionen mit Antibiotika zu behandeln.